Friedrich Hauptmann - Consultant

Consultant for toy safety, quality and environmental solution

Aktuelles, Wichtiges, Informationen

CEBaby

28. August 2018
 

Spielzeug-Schleim auf der RAPEX Liste

Probleme: Bor, Konservierungsstoffe, Farben

Bor:
EU-Behörden verbieten den Vertrieb stark borhaltiger Produkte; hier: Spielzeug-Schleim.

Hohe Bor-Gehalte gelten als fruchtschädigend und sind gesundheitlich bedenklich.

Derartige Produkte verlieren ihre Verkehrsfähigkeit, einige stehen bereits auf der RAPEX Liste gefährlicher Produkte.

Befürchtet wird die Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit (Reprotoxisch, Kategorie 2).

Bei der Beurteilung bestand Unsicherheit, welcher Kategorie „Schleim“ zugeordnet werden muss. Die Spielzeug-Richtline 2009/48/EG gibt keine Auskunft dazu. Die EN 71-3 ordnet aber in ihrer Tabelle 1 Schleim ausdrücklich der Kategorie II mit max. 300 mg/kg Bor zu.

Mit diesem Hinweis will ich helfen, die Sicherheit in der Bewertung der Bor-Limits zu unterstützen.

Konservierungsstoffe:
Ein anderes Problem besteht bei den in Schleim enthaltenen Konservierungsstoffen. Die sollen den Anforderungen der EN 71-9 entsprechen: EN 71-9, Tabelle 1, Grenzwerttabelle 2 H: Konservierungsstoffe.

Primäre aromatische Amine.
In der EN 71-9 ist auch das weitere Problem in der Grenzwerttabelle 2 C genannt: Primäre aromatische Amine.


Ich hoffe, dass mit obigen Hinweisen diese Probleme lösbar werden.

 

 

21. April 2017
 

WICHTIG! Kurz-Information zur neuen Richtlinie für Funk-Anlagen

Spätestens bis 13. Juni 2017 müssen alle neu in Verkehr gebrachten Funkanlagen mit der Funkanlagen-Richtlinie 2014/53/EU übereinstimmen. Neue Funkanlagen nach der alten R&TTE RL 1999/5/EG sind dann nicht mehr verkehrsfähig.

Zu den neuen Grundlegenden Anforderungen gehört jetzt u. a. auch die Erfüllung der Anforderungen der EMV Richtlinie 2014/30/EU und der neuen Niederspannungs-Richtlinie 2014/35/EU mit ihren Sicherheits-Anforderungen.

Zu Funkanlagen gehören: Funk-Geräte, -Sender, -Empfänger.

Das „Inverkehrbringen“ ist die erstmalige Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Unionsmarkt. Importeure sind dabei gut dran: Anders als bei EU Herstellern, gilt für sie als „Inverkehrbringen“ bereits die Übernahme der Anlagen aus dem Zoll-Lager.

Denken Sie bitte auch daran, Ihre Funkanlagen und die Konformitätserklärungen den geänderten Anforderungen anzupassen.

 

 

30. März 2016
 

Neue Radio-Equipment-Directive 2014/53/EU

Die neue Radio-Equipment-Directive 2014/53/EU löst die bisherige R&TTE Richtlinie am 13. Juni 2016 ab. In der bisherigen R&TTE RL waren Funk, EMV und LVD enthalten.

NEU: Funk-Richtlinie RED 2014/53/EU löst am 13. Juni 2016 die bisherige R&TTE Richtlinie 1999/5/EG ab. In Deutschland wird die neue RL nicht rechtzeitig umgesetzt. Daher dürfen Sende-Funk-Einrichtungen noch bis zum 12. Juni 2017 nach der alten R&TTE hergestellt werden.
NEU: EMV Richtlinie 2014/30/EU löst am 20. April 2016 die bisherige EMV RL 2004/108/EG ab.
NEU: Niederspannungs-RL 2014/35/EU löst am 13. Juni 2016 die bisherige Niederspannungs-RL 2006/95/EG ab.

Achten Sie bei Funkanlagen unbedingt auf vollständige Kennzeichnung, auch mit Firma und Postanschrift auf dem Gerät, sowie auf die korrekte Konformitätserklärung!

 

 

REACH Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 bestimmt seit 17. Dezember 2015 168 SVHC Substanzen.

Im REACH Anhang XVII gibt es gegenwärtig 52 Einträge. Wenn Phthalate und PAK einzeln gezählt werden, sind es 64 Einträge.

 

 

Bisphenol A ist in Spielzeug häufig bei Polykarbonat-Kunststoffen vorhanden.

BPA kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb war bisher der BPA Gehalt bereits limitiert.
Die RL 2014/81/EU legt den Übergang auf Menschen auf den niederen Migrationswert von 0,1 mg/l fest.
Seit 21. Dezember 2015 müssen alle Spielzeuge, auch der Lagerbestand, diesen niederen Grenzwert einhalten.

 

 

30. Mai 2015
 
Batterie-Richtlinie 2013/56/EU

Wichtiges Datum: Ab 1. Oktober 2015 dürfen Sie keinen Lagerbestand an Knopfzellen haben, die mehr als 0,0005% Quecksilber enthalten, auch wenn diese Batterien in Spielzeug eingebaut sind. Trennen Sie sich jetzt noch von Ihrem Lagerbestand quecksilberhaltiger Knopfzellen.
Bei Neubestellungen vergewissern Sie sich, dass Sie wirklich Quecksilber-"freie" Knopfzellen erhalten.

27. Februar 2015

 

Produkt-Kennzeichnung mit Herstellungsland

 

 
Die Angabe des Herstellungslandes ist ein Dauerthema.
Ein Zwang zu dieser Angabe besteht trotz jahrzehntelanger Diskussion nicht
und kann auch noch recht lange auf sich warten lassen.
 

30. Juni 2014

EU-Verbraucherrechte-Richtline 2011/83/EU

Diese Richtlinie wurde vor einem Jahr in Deutschland in nationales Recht umgesetzt
und gilt seit dem 13. Juni 2014.

Die vielen neuen Verbraucher-Rechte sind wichtig für stationären und Online-Handel.

Prüfen Sie, ob Sie alle neuen Regeln umgesetzt haben.

Seit 16. Juni 2014 gelten  jetzt 155 SVHC

Die ECHA hat 5 neue Stoffe auf die Liste der SVHC gesetzt.
Betroffene Firmen sollten diese Änderung beachten.


Jetzt 151 SVHC Stoffe 


Seit 16. Dezember 2013 stehen 151 SVHC Stoffe auf der ECHA Kandidaten-Liste

Vergewissern Sie sich, dass keine dieser Stoffe in Ihren Produkten vorkommen. Sie können das zuverlässig überprüfen auf der ECHA Liste:

http://echa.europa.eu/candidate-list-table


 

9. Dezember 2013

Achtung - die neue EN 71-1 ist da!  

Mechanische und physikalische Eigenschaften

 

Gerade ist die neue EN 71-1:2013-12 beim Beuth Verlag erschienen.

 

Tipp: Der Einführungsbeitrag mit Änderungsvermerk ist lesenswert!

 

Sie finden alles unter:    

http://www.beuth.de/de/norm/din-en-71-1/180703943?SearchID=581805266

27. August 2013

 

Juni 2013 – Jetzt 144 SVHC

 

Seit 20. Juni 2013 hat die ECHA Candidates list 144 SVHC Einträge

 

 

Wenn Sie sicher sein wollen, dass keines dieser Stoffe in Ihrem Produkt enthalten sind, sehen Sie in der Tabelle nach:

http://echa.europa.eu/candidate-list-table


27. Juni 2013

Achtung! Kennzeichnungen auf Spielzeugen 
Die Marktaufsicht kontrolliert gerade verstärkt, ob die erforderlichen Kennzeichnungen auf dem Spielzeug selbst vorhanden sind. Nur wenn es nicht möglich ist, die Kennzeichnungen am Spielzeug selbst anzubringen, erlaubt die Spielzeug-Richtlinie, sie auf der Verpackung oder in der Bedienungsanleitung anzubringen (Artikel 4).
Das gilt für CE, Artikelnummer, Firma + Adresse, Kennzeichnung des Produktionslaufs und evtl. auch für Warntexte  (Artikel 11:
Bei ohne Verpackung verkauften kleinen Spielzeugen ist der geeignete Warnhinweis direkt am Spielzeug anzubringen.)

 

28. Mai 2013 

SCCP dürfen in Verbraucherprodukten nicht enthalten sein.

Im Mai 2013 kamen 3 Produkte auf die RAPEX Liste und wurden vom Markt genommen. Sie enthielten SCCPs.
SCCP
sind kurzkettige chlorierte Paraffine / Short Chain Chlorinated Paraffines.
Die wurden in einer eigenen Verordnung (EU) Nr. 519/2012 verboten, zusammen mit anderen persistenten organischen Schadstoffen, z. B. POPs.
POP
sind langlebige Polychlorierte Naphthaline / persistent organic pollutants.

 

Achten Sie darauf, dass diese Stoffe in Ihren Produkten nicht enthalten sind.


24. Januar 2013

2013 – Jetzt 138 SVHC

In der ECHA-Tabelle vom 19. Dezember 2012 sind jetzt 138 SVHC enthalten. Hier finden Sie die Tabelle:

http://echa.europa.eu/candidate-list-table

Vergewissern Sie sich, dass Sie diese Substanzen vermeiden.


Neue, verbotene Phthalate

Spielwarenhersteller dürfen die 6 bekannten Phthalate in Spielzeugen nicht verwenden.
Neu sind jetzt zusätzlich für alle Produkte 7 neue Weichmacher, die auf der SVHC Liste stehen. Sie müssen Ihre Kunden darüber informieren, wenn SVHC in ihren Produkten oberhalb der niedrigen Limits enthalten sind. Ersparen Sie sich diesen Verlust an gutem Ruf und vermeiden Sie SVHC.

Lassen Sie sich von Ihrem Rohmaterial-Lieferanten schriftlich bestätigen, dass sein Rohmaterial garantiert keine SVHC enthält.

ear / WEEE / Elektroschrott / ElektroG /
 RoHS / ElektrostoffV

Die neue Elektro- und Elektronikschrott-Richtlinie 2012/19/EU ersetzt die alte WEEE-RL 2002/96/EG. Diese wird zum 14. Februar 2014 aufgehoben. Die Umsetzung der RL in nationales Recht erfolgt in Deutschland im ElektroG.

Wesentliche Änderung für Spielwarenhersteller bei der ear Meldung:
Bei Elektrogeräten gibt es keine Unterscheidung mehr zwischen Haupt- und Nebenfunktion – auch ein Teddybär mit elektronischer Stimme ist jetzt ein meldepflichtiges Elektrogerät (der ordnungsgemäße Betrieb ist abhängig von elektrischer Spannung).
Wenn seine Stimme versagt, landet der Teddy bestimmt nicht im E-Schrott. Dennoch ist er bei ear ein meldepflichtiges Elektrogerät.

Die neue RoHS Richtlinie 2011/65/EG zur Vermeidung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten ersetzt die alte RoHS-
RL 2002/95/EG. Diese wurde am 3. Januar 2013 aufgehoben. Die Umsetzung der RL in nationales Recht erfolgt in Deutschland in der ElektrostoffV.

Kontrollieren Sie die Prüfberichte Ihrer Bauteile-Lieferanten, dass sie die neuen Vorgaben einhalten.


1. September 2012

VIG = Verbraucherinformationsgesetz

1. September 2012 – seit heute ist das neue Gesetz zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG = Verbraucherinformationsgesetz) gültig. Betroffen sind Verbraucherprodukte und damit auch Spielzeuge.

Erkundigen Sie sich bei Ihren Rechtsberatern über den zweckmäßigen Umgang mit diesem Gesetz. Das Gesetz bezieht sich auf Schutz der Verbraucher, Produktsicherheit, Gesundheitsschutz, sowie auf die Offenlegung der Produkt-Herkunft, Produktbehandlung, Ausgangsstoffe und die bei der Gewinnung der Ausgangsstoffe angewendeten Verfahren.

Beruhigend scheint auf den ersten Blick zu sein, dass sich das Gesetz vornimmt, Geschäftsgeheimnisse zu schützen, sowie Firmen, die unsichere Produkte selbst melden (Pflicht zur Unterrichtung von Behörden aus der „neuen“ Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG).

Tatsächlich erlaubt das Gesetz aber auch dabei Ausnahmen, so dass Sie sich künftig bei derartigen Meldungen mit den Auswirkungen auf das VIG beschäftigen sollten.

Angenehm dabei ist, dass Ihnen die anfragenden Behörden Auskunft über den Anfrager geben müssen.

Ihre Rechtsberater werden die Außenwirkung Ihrer Antwort oder Stellungnahme berücksichtigen. Wenn Sie es fertig bekommen, Ihr Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein dabei besonders hervorzuheben, können Sie mit dieser Mitteilung evtl. auch noch punkten.

20. Juni 2012

 

NEU: 18. Juni 2012 – Jetzt 84 SVHC


 

  • Am 18. Juni 2012 kamen 11 neue Substanzen auf die SVHC Kandidatenliste bei der ECHA.
  • Berücksichtigen Sie diese neue Entwicklung bei der Auswahl Ihrer Rohstoffe oder Ihrer Lieferanten.

      Die „Candidate List of Substances of Very High Concern for Authorisation” finden Sie im Internet unter:

  http://echa.europa.eu/web/guest/candidate-list-table#download


Zum Vertrieb Ihrer Spielwaren im Internet:

Denken Sie bitte beim Verkauf Ihrer Spielwaren im Internet auch …

    … an die Preisauszeichnungs-Vorschriften. Zu denen gehören auch bei einigen Spielwaren die Angabe der Preise je Einheit
   „pro Meter", „pro Liter" oder „pro kg".

    … an die Textilkennzeichnungsverordnung.

    … bei Lieferung ins Ausland an die unterschiedlichen Anforderungen, auch einiger EU-Länder, zu Impressum, Widerrufsbelehrung und AGB.

    … an die unterschiedlichen nationalen Umsetzungen der EU Richtlinie 98/6/EG zu Preisangaben.

    … an die Übersetzung wesentlicher Sicherheits- und Warnhinweise in die jeweilige/n Nationalsprache/n (Beispiel CH = DE+FR+IT).

    … daran, sich die Kenntnisnahme von Warntexten vor dem Kaufabschluss bestätigen zu lassen.

                                   

20. Juli 2011 - Übergangsfrist ist abgelaufen: 


                    Nur die neue Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG ist gültig.


  • Mit dem 20. Juli 2011 ist die neue Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG alleine gültig geworden.

  • Die alte Richtlinie 88/378/EWG wird seitdem nicht mehr angewendet.

    Konsequenz: Alle neu in Verkehr gebrachten Spielzeuge müssen seit 20. Juli 2011 der neuen Richtlinie entsprechen.

    Das gilt auch für Ihr bestehendes Sortiment!

  • WICHTIG! Verkauf per Online-Shop oder per Katalog
    Hier müssen Sie die Gefahrenhinweise so nennen, dass der Interessent vor dem Kauf informiert ist. Dazu gibt es aber Erleichterungen.

    Baby
     

  • Neue Norm EN 71-1

    Die neue Norm EN 71-1:2011-07 vom 18. Juni 2011 unterstützt Sie bei der Prüfung, ob Ihr Sortiment der neuen Richtlinie entspricht.

    Korrektur der alten EN 71-1 vom Oktober 2009:
    Bitte, ersetzen Sie die alte EN 71-1:2005+A9:2009 vom Oktober 2009 durch die neue, da die alte Version bei den Sicherheitstexten "Warnung" und "Achtung" fehlerhaft war.

    Baby
     

  • Die neue Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG
    vom 18. Juni 2009 ersetzt die 21 Jahre alte Spielzeugrichtlinie 88/378/EG.
    Die Übergangsfrist für Anwendung der neuen Richtlinie endete am 20. Juli 2011.
    Für chemische Eigenschaften gilt eine Übergangsfrist von 4 Jahren, die am 20. Juli 2013 enden wird.
    Bis zu diesem Datum dürfen Sie Spielzeuge im Bereich EN 71-3 noch nach alter Spielzeugrichtlinie in Verkehr bringen.
    Bisher war in der EN 71-3 die Migration von 8 Elementen limitiert, jetzt werden 19 Elemente und Verbindungen aufgeführt.
    Die Grenzwerte wurden neu festgelegt.
    Die Zuständigkeiten von "Wirtschaftsakteur, Hersteller, Repräsentant, Importeur und Vertreiber", wurden neu definiert, so, wie deren Verantwortung als Teil der Liefer- und Vertriebskette.
    Die neue Spielzeug-Richtlinie auf Deutsch finden Sie im Internet unter

    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:170:0001:0037:DE:PDF
     

  • Einige wichtige Anforderungen der neuen Spielzeugrichtlinie: 
    Art. 2 GeltungsbereichAlter jetzt unter 14 Jahren
    Die Altersgrenze für Spielzeug wurde um ein Jahr reduziert.
    Alte Richtlinie: "bis" 14 Jahre (einschließlich 14 Jahre, noch nicht 15).
    Neue Richtlinie: "unter" 14 Jahre (einschließlich 13 Jahre, noch nicht 14).
     
  • Art. 2 Geltungsbereich – Produkte mit Doppelfunktion, evtl. Spielzeug
    Alle Produkte, die evtl. auch als Spielzeug verwendet werden können, müssen den Anforderungen der Spielzeug-Richtlinie entsprechen ("ausschließliche oder nicht ausschließliche Verwendung als Spielzeug").
    Artikel mit Doppelnutzen (z. B. Schlüsselanhänger mit Spielzeugcharakter) müssen auch als Spielzeug sicher sein.
     
  • Art. 10 (2) Wesentliche Sicherheitsanforderungen
    "Spielzeuge ... dürfen bei bestimmungsgemäßem oder vorhersehbarem Gebrauch und unter Berücksichtigung des Verhaltens von Kindern die Sicherheit oder Gesundheit ... nicht gefährden."
    Fazit: Die Fehlanwendung von Spielzeug muss berücksichtigt werden.

  • Art. 3 Bereitstellung auf dem Markt
    Die Definition des "Inverkehrbringens", ("placing on the market" = Englische Version der Richtlinie) als nur "Bereitstellung" auf dem Markt wird manchmal zu kurz als Anbieten interpretiert. Tatsächlich beschreibt Art. 3 der neuen Spielzeug-Richtlinie mit "Bereitstellung auf dem Markt" für EU Hersteller die Abgabe eines Spielzeugs zum Vertrieb ("supply of a toy" = Englische Version der Richtlinie). Mit der "Abgabe" eines Gegenstandes ist körperliche Herausgabe / Lieferung / Abholung / Transport / Weitergabe etc. verbunden.
    Die Rechtsprechung interpretiert "Inverkehrbringen" z. B. als "Überlassen an einen anderen", "ein anderer erwirbt den Besitz", unabhängig davon, ob als Werbegeschenk, Kauf, Miete, Leasing etc.
     
  • Art. 4, 9, 21 Pflichten der Hersteller – Identifikation durch Chargennummer
    (2) Hersteller führen das Konformitätsbewertungsverfahren durch und erstellen die Konformitätserklärung.
    (3) Hersteller bewahren die Konformitätserklärung und technische Unterlagen für 10 Jahre nach dem ersten Inverkehrbringen auf und müssen in der Lage sein, sie spätestens innerhalb 30 Tagen der Marktaufsicht vorzulegen.
    (5) Hersteller müssen ihr Spielzeug zur Identifizierung mit einer Chargenkennzeichnung versehen.
     
  • Die Rückverfolgbarkeit von Produkten ist in Art. 9 vorgeschrieben. Diese Verpflichtung zur Kennzeichnung von Produkten ist eine wertvolle Hilfe zum Erkennen von Chargen, falls welche von der Marktaufsicht beanstandet wurden.
    (4) Hersteller müssen ein Beschwerdeverzeichnis über beanstandete Produkte führen (Art. 21 + Anh. IV). Technische Unterlagen müssen der Marktaufsicht zur Verfügung gestellt werden können, u.a.
    die Beschreibung von Gestaltung und Herstellung des Spielzeugs,
    eine Liste der im Spielzeug verwendeten Bestandteile und Materialien und
    Sicherheitsdatenblätter der chemischen Stoffe, sowie eine Gefahrenanalyse.
     
  • Art. 11 Warnhinweise:
    Warnhinweise müssen leicht lesbar, verständlich, zutreffend und am Ort des Kaufs deutlich sichtbar sein, sowie evtl. Mindestalter, Höchstalter bzw. Höchstgewicht nennen.
    Verkauf im Internet und per Katalog sind davon betroffen. Machen Sie sich mit diesen Regeln vertraut - es gibt hier auch Erleichterungen.
    Kleinspielzeug in Displays: Der Warnhinweis muss jetzt direkt am Spielzeug angebracht sein.
     
  • Sicherheitstexte müssen die Gefahr benennen: Warnung nicht mehr vor dem Ersticken oder Verletzen, sondern:
    "Achtung! Kleinteile."  Es darf aber auch weiter zusätzlich auf den Schaden hingewiesen werden, z. B. Ersticken. Diesen Hinweis halte ich für besonders wichtig, da wir nicht immer davon ausgehen können, dass Eltern den Hinweis nur auf die Gefahr (Kleinteil) richtig verstehen.
    Weiteres Beispiel:
    "Achtung! Scharfe Kanten. Verletzungsgefahr durch funktionelle Schneidkanten." etc.
    "Achtung!" und "Warnung!": Die neue EN 71-1:2011-07 verwendet jetzt das Wort "Achtung!" und entspricht damit dem gegenwärtigen Richtlinientext.
    Den Text "Nicht geeignet für Kinder unter 36 Monaten" können Sie durch das Piktogramm Bild 17 unter 7.2 "Warnhinweise" der neuen Norm EN 71-1:2011-07 ersetzen.
    Das Wort "Achtung!" wird durch das Piktogramm nicht ersetzt.

      Baby

    Wollen Sie das Kleinkind-Symbol für Ihre Produkte oder Verpackungen verwenden? Dann können Sie es hier herunterladen. Wählen Sie einfach das von Ihnen benötigte Dateiformat und speichern Sie das angezeigte Bild auf Ihrem System.

    Das Piktogramm darf nur in der genormten Version verwendet werden und muss mindestens 10 mm groß sein.

    Baby
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    Baby
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    Wenn Sie Sicherheitstexte benötigen, wenden Sie sich bitte an mich.

  • Art. 18 Sicherheitsbewertung
    Hersteller müssen eine Gefahrenanalyse durchführen und bewerten.
     
  • Art. 19 Konformitätsbewertung
    Jeder Hersteller und jeder Importeur (Art. 5) muss eine Konformitätsbewertung für sein Spielzeug durchführen. Der Anhang II gibt ausführliche Hinweise.
     
  • ANHANG II – Chemische Eigenschaften
    Die neue Richtlinie
    verbietet die Verwendung gefährlicher chemischer Stoffe,  z. B. als CMR (karzinogen, mutagen oder reproduktionstoxisch) eingestufter Stoffe, sowie bestimmter allergener Stoffe und Duftstoffe,
    schreibt die Kennzeichnung allergener Stoffe und Duftstoffe vor, wenn sie bestimmungsgemäß eingesetzt werden,
    aktualisiert die Liste chemischer Stoffe und nimmt eine Anpassung ihrer Grenzwerte vor.
     
    Informationen über Chemikalien müssen im technischen Dossier gegeben werden.    

 

  • GPS Richtlinie 2001/95/EG (General Product Safety)
    Diese Richtlinie steht über der Richtlinie zur Sicherheit von Spielzeug.
    Die GPS Richtlinie legt kurz gesagt fest: Produkte müssen sicher sein.
    In Deutschland wurde die GPS Richtlinie im GPSG – Geräte- und Produktsicherheitsgesetz – in nationales Recht umgesetzt.
  • Ob wir ein Produkt als Spielzeug oder Gebrauchsgegenstand ansehen – in jedem Fall gilt der Grundsatz: Das Produkt muss sicher sein.
    Das GPSG lässt offen, was Hersteller unternehmen müssen, um ein Produkt sicher zu machen.
    Zum Glück für Spielzeug-Hersteller gibt die Spielzeug-Richtlinie hier wichtige Informationen.
    Einzelheiten nennen dann Normen, z. B. die EN 71. Die GPS Richtlinie auf Deutsch finden Sie im Internet unter

    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2002:011:0004:0017:de:PDF
     


     

  • CE Kennzeichnung


 
CE

Die CE Kennzeichnung ist eine Mitteilung des EU-Herstellers oder des ersten europäischen Importeurs an Aufsichtsbehörden, dass sämtliche auf dieses Produkt anwendbare EU-Richtlinien eingehalten werden. 
Das CE Zeichen darf nur in der genormten Version verwendet werden und muss mindestens 5 mm groß sein.
Wollen Sie das CE Zeichen für Ihre Produkte oder Verpackungen verwenden? Dann können Sie es hier herunterladen. Wählen Sie einfach das von Ihnen benötigte Dateiformat und speichern Sie das angezeigte Bild auf Ihrem System.

  • CE
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    CE
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    CE
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  • Magnete
    Warnhinweise für Magnete:
    Gefährliche = starke Magnete in verschluckbarer Größe dürfen in normalem Spielzeug nicht mehr verwendet werden.
    Damit entfallen auch die Warnhinweise.
    Nur noch in Magnet- und Elektro-Experimentierkästen und mit Warnhinweis sind starke Magnete für Kinder über 8 Jahren erlaubt."Funktionelle" Magnete (z. B. in Lautsprechern und Elektromotoren) oder schwache Magnete (Flussindex unter 50 kG²mm²) sind erlaubt. 

  • DMF
    (Dimethylfumarat) zur Vermeidung von Schimmel ist mit der EU Entscheidung 2009/251/EG aus Gesundheitsgründen verboten. Achtung! DMF kann auch Trockenmittelbeuteln beigemischt sein. Gehen Sie sicher und verbieten Sie Ihrem Fernost-Lieferanten die Beilage derartiger Päckchen. Es gibt besser geeignete und preisgünstige Wege, Waren vor Feuchtigkeit zu schützen.
     
  • Netzteile ohne Verbrauch bei Nulllast (Ökodesign)
    Richtlinie 2005/32/EG (Öko Design), "Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte".
    Verordnung 1275/2008/EG (Standby-Verordnung) "Ökodesign-Anforderungen an Stromverbrauch elektrischer und elektronischer Haushalts- und Bürogeräte im Bereitschafts- und im Aus-Zustand)".
  • Verordnung 278/2009/EG (für externe Netzteile)
    "Ökodesign-Anforderungen an die Leistungsaufnahme externer Netzteile bei Nulllast sowie ihre durchschnittliche Effizienz im Betrieb".
    Diese Richtlinie und die Verordnungen bestimmen, dass nach dem 26. April 2011 nur noch "effiziente" externe Netzteile in Verkehr kommen dürfen.
    Ausgenommen sind Batterieladegeräte, an die unmittelbar eine abnehmbare Batterie angeschlossen wird, sowie
    "externe Niederspannungsnetzteile < 6 V und > 550 mA" (Eingangsspannung bis 230 V, Ausgangsspannung kleiner 6 Volt,
    Ausgangsstrom größer 550 mA).    
     
  • Funkferngesteuerte Spielzeuge / R&TTE Richtlinie 1999/5/EG
    Funkferngesteuerte Spielzeuge im nicht harmonisierten Frequenzbereich über einer bestimmten Leistung benötigen das Alert Symbol, zusammen mit dem Länder 2-Buchstaber + RTTE Hinweisen zur Sendeklasse, Konformitätserklärung, Notification / Mitteilung des Inverkehrbringens. In jedem Fall müssen Sender, Empfänger, Bedienungsanleitung und Verpackung besonders gekennzeichnet werden.
     
  • Das "Aufmerksamkeits-Zeichen" weist darauf hin, dass es innerhalb Europas Einschränkungen für die Verwendung dieses Gerätes gibt.
    Sie können dieses Zeichen hier herunterladen.

    Alert
    alert.gif (10 KB)
    Alert
    alert.jpg (35 KB)
    Alert
    alert.pdf (48 KB)
    Alert
    alert.psd (44 KB)
     

  • Mit diesen Arbeiten habe ich hundertfache Erfahrung. Sprechen Sie mich an.

  • Batterie-Richtlinie 2006/66/EG
    Die Batterie-Richtlinie wurde in Deutschland mit dem Batteriegesetz umgesetzt. Dieses trat am 1. Dezember 2009 in Kraft. Seitdem steht das Melderegister zur Meldung von Batterie-Herstellern und -Importeuren zur Verfügung.
    Die Batterie-Richtlinie gibt niedrige Schwermetallwerte vor, verbietet andere Schwermetalle (z. B. NiCd, Quecksilber) und schreibt Informationen (Kapazität) und Kennzeichnungen (s. u.) vor.



    Symbol (für die Batterie-Richtlinie ohne Balken)
     

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